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pferdetrendsMagazin No. 06 - März - April 2016

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Eskadron FS 2016 - fehlt noch was?

Asendorfer Tierärzte

Asendorfer Tierärzte Die ungenügende oder fehlende Wirkung eines Wurmmittels kann auch andere Gründe haben und muss bei fehlender Eizahlreduktion bedacht werden: - es wurde unterdosiert (zu wenig Wirkstoff je kg Körpergewicht) - das Pferd hat das Präparat nicht aufgenommen - die Würmer sind gegen den Wirkstoff resistent (z.B. kleine Strongyliden gegenüber Benzimidazol-Präparaten) Die selektive Entwurmung ist auf die größte Gruppe der Endoparasiten beim Pferd ausgerichtet, den kleinen Strongyliden. Die Diagnosevefahren erkennen aber auch Infektionen mit anderen Rundwürmern (insbesondere Spulwürmer oder Bandwürmer). Bei Anzeichen seltenerer Wurminfektionen (Lungenwürmer, Leberegel) sind im Einzelfall weiterführende Untersuchungen notwendig. Neben der Bestimmung der vorhandenen Wurmarten wird im Labor mit entsprechenden Untersuchungsmethoden auch die Anzahl der Wurmeier bestimmt. Grundsätzlich wird bei der selektiven Entwurmung ein Pferd gegen Parasiten erst dann behandelt, wenn seine Eiausscheidung bei den wichtigsten Würmern, den Strongyliden, einen definierten Schwellenwert überschreitet, der gemäß internationalen Absprachen festgelegt wird. Bei den Strongyliden (Blutwürmer) liegt dieser beispielsweise bei 200 EpG (Eizahl pro Gramm Kot). Falls dieser Schwellenwert nicht überschritten wird, wird das Pferd dagegen nicht anthelmintisch behandelt. Genau 14 Tage nach der Wurmbehandlung wird erneut eine Kotprobe bei auffälligen Pferden entnommen (Wirksamkeitskotprobe) und die Wirksamkeit der durchgeführten Entwurmung überprüft. Im optimalen Fall – es liegen keine Resistenzen gegen das eingesetzte Wurmmittel vor – ist die ausgeschiedene Wurmeimenge deutlich reduziert. Falls dies nicht der Fall ist, sollte ein anderer Wirkstoff ausgewählt und 14 Tage später erneut eine Kotprobe im Labor untersucht werden. Bislang gibt es in Deutschland keine gesetzlichen Vorschriften für eine Untersuchung vor einer parasitologischen Behandlung. In allen Fällen sollten die Behandlungsstrategien besprochen und die Auswahl der Wurmmittel individuell durch den Tierarzt erfolgen. 10 / pferdetrendsMagazin

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